Wandertag 2016 Teil 2

Wanderer spenden in Rotfelden für Menschen mit Mukoviszidose

Ebhausen-Rotfelden. Schon seit 17 Jahren veranstaltet die „Arbeitsgemeinschaft der Wandervereine der Kreise Böblingen, Calw, Esslingen, Reutlingen und Tübingen“ ihren traditionellen Benefizwandertag zugunsten an Mukoviszidose erkrankter Menschen. Jedes Jahr, immer am 3. Oktober, führen die dem Deutschen Volkssportverband angeschlossenen Mitgliedsvereine der „ARGE Wandervereine BW-Süd“ wechselweise einen Wandertag in der Region durch. Im Jahr 2016 hatte sich der Wanderverein Rotfelden e.V. bereit erklärt, den 18. Benefizwandertag im Rahmen der Aktion „Deutschland wandert – Deutschland hilft, gemeinsam Mukoviszidose besiegen“ in der Gemeindehalle Rotfelden durchzuführen. Die „ARGE Wandervereine BW-Süd“ hat sich seit dem Jahr 2000 zum Ziel gesetzt, die bis heute unheilbare Stoffwechselerkrankung „Mukoviszidose“ oder „Cystische Fibrose (CF)“ durch ihre Spenden für Forschungsprojekte und psychosoziale Betreuung wenigstens zu lindern. Seit damals werden die Erlöse aus der Bewirtung der Benefizwandertage an die Mukoviszidose-Regionalgruppe Tübingen Zollernalb weitergeleitet. „Es soll kein Kind mehr an Mukoviszidose sterben“, lautet das Motto der „Arbeitsgemeinschaft der Wandervereine“ unter deren Organisator Rudi Seemaier.

Im Rahmen der 45. Wandertage in Rotfelden am 23. Juli konnte nun ein Scheck in Höhe von 2.000 € an die Beauftragte der Mukoviszidose-Regionalgruppe, Gudrun Euchner, im Beisein von Bürgermeister Schuler, Waltraud Süßer als Vorsitzende des Wanderverein Rotfelden und Rudi Seemaier übergeben werden. Dass auch beim Bundes-, sowie dem Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Volkssportverbandes diese Benefizaktionen einen hohen Stellenwert haben, bezeugten DVV-Vizepräsident Albert Huber und Landesverbandspräsident Gerald Ebner durch ihre Anwesenheit in Rotfelden.

Bürgermeister Schuler betonte die Wichtigkeit des Engagements der Wandervereine und ist sich sicher, dass dieses Geld sinnvoll verwendet wird. Er freute sich, dass nicht nur das Wandern im Vordergrund steht, sondern dass auch gesellschaftliche Verantwortung übernommen wird, um den kranken Mitmenschen zu helfen.

Gudrun Euchner von der Mukoviszidose-Regionalgruppe bedankte sich bei den Wandervereinen für die jahrelange Unterstützung. Die Spendengelder, die u. a. für die Stelle der psychosozialen Betreuung im Universitätsklinikum Tübingen (Kinderklinik) und der Lungenfachklinik Schillerhöhe verwendet werden, unterstützen die Betroffenen bei Beantragung einer Reha-Maßnahme, Begleitung bei der Berufsfindung und – ganz wichtig – mit einem umfangreichen Therapieprogramm im Umgang mit der begrenzten Lebenserwartung und Alltagsbewältigung. Es werden aber auch Forschungsprojekte unterstützt, die helfen, die schlimme Krankheit für die Patienten erträglicher zu machen. Es gibt deutschlandweit rund 8.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die eine sehr begrenzte Lebenserwartung haben. Dank intensiver Forschung und Therapie liegt diese heute bei ca. 38 Jahren. Jedes Jahr werden etwa 300 Kinder mit Mukoviszidose geboren.
Bisher wurden insgesamt 56.685 € als Spende an die Mukoviszidose-Regionalgruppe übergeben und über 16.000 Teilnehmer haben dieses stolze Ergebnis ermöglicht, berichtete Rudi Seemaier.

Hinweis: Der nächste Mukoviszidose-Benefizwandertag findet am 3. Oktober 2017 in der Gutenberghalle in Riederich statt.

Text: Manfred Schöttle

 


Scheckübergabe in Rotfelden an die Regionalgruppe Zollernalb-Tübingen des Mukoviszidose e.V.
v.l. Gudrun Euchner, Waltraud Süßer, Bürgermeister Schuler, Rudi Seemaier
Foto: Manfred Schöttle

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